Hamburg hat die Organisation des Ersatzverkehrs versagt. Wie kann man das ändern?

Am Wochenende, dem 21. und 22. März sowie dem 28. und 29. März, war der Abschnitt der S1 zwischen «Berliner Tor» und «Wandsbeker Chaussee» wegen Bauarbeiten gesperrt. Am 21. März kam zusätzlich ein Streik der Gewerkschaft „ver.di“ dazu, wodurch die U-Bahn und fast alle Busse nicht verkehrten. In so einer Situation konnte ich den Ersatzverkehr am eigenen Leib testen – und es war schrecklich. Deshalb schreibe ich diesen Beitrag mit Vorschlägen, wie man den Ersatzverkehr verbessern kann, особенно wenn er S- oder U-Bahn ersetzt.

Wie war es?

Eine Strecke von weniger als 4 Kilometern dauerte über 40 Minuten. Wegen der unzureichenden Kapazität der Ersatzbusse schafften es nur die Durchsetzungsfähigsten, überhaupt einzusteigen. Im Bus musste man dicht gedrängt stehen. Nicht umsonst stand am Endpunkt ein Rettungswagen bereit – den Menschen wurde tatsächlich schlecht. Ein Mann hielt es während der Fahrt nicht mehr aus und flehte darum, herausgelassen zu werden. Der Fahrer konnte dies erst fünf Minuten später tun, nachdem er den Stau an der Ampel verlassen und eine einspurige Straße erreicht hatte.

Ein solcher öffentlicher Verkehr kommt eher einem extremen Belastungstest gleich als einem komfortablen, zugänglichen und verlässlichen städtischen Service. Wenn Menschen so etwas erleben, werden sie eher ein Auto kaufen und dem öffentlichen Verkehr den Rücken kehren. Das führt zu mehr Autos auf den Straßen und zu mehr Staus – und verschlechtert die Umwelt in der Stadt. Kluge Stadtverwaltungen sollten so etwas nicht zulassen. Bauarbeiten an der Infrastruktur und der Ausbau neuer Strecken sind unvermeidlich – doch in dieser Zeit muss der Verkehr weiterhin zugänglich bleiben.

Was hätte getan werden müssen, um Probleme zu vermeiden?

Entlang der gesamten Strecke hätten temporäre, eigene Busspuren eingerichtet werden müssen, die baulich vom übrigen Verkehr getrennt sind. An Kreuzungen und komplizierten Knotenpunkten hätte man Verkehrsposten einsetzen sollen, die die Busse bei Annäherung sofort passieren lassen. Wäre die Sperrung dauerhaft, sollten diese durch automatische Steuerung ersetzt werden. Da es sich jedoch nur um vier Tage handelt, wäre der gezielte Einsatz von Personal die optimale Lösung gewesen.

Hamburg kann es besser machen, und seine Einwohner verdienen einen besseren öffentlichen Nahverkehr.

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