Vor fast hundert Jahren, in den Jahren 1927–1929, wurde in den Außenbezirken von Berlin eine Zubringerstrecke der S-Bahn nach Siemensstadt eröffnet. Sie führte zu einem Werk sowie zu der von ihm geprägten Stadt Siemensstadt. Der Stadtteil selbst ist wegen seiner Architektur besonders interessant.
Nach dem Krieg lag Siemensstadt in der britischen Besatzungszone. Das S-Bahn-Netz hingegen wurde von der Deutsche Reichsbahn (der Staatsbahn der DDR) betrieben. Infolgedessen wurde die Strecke 1980 im Zuge eines Streiks der S-Bahn-Beschäftigten stillgelegt. Im selben Jahr wurde dort die U7 gebaut, die die Verkehrsanbindung der stillgelegten Strecke nahezu vollständig ersetzte.


Heute ist die Strecke eine recht malerische „Lost Place“-Anlage – aber vermutlich nicht mehr lange. Nutzt also die Gelegenheit, noch in ihrer Nähe spazieren zu gehen, bevor mit dem Wiederaufbau begonnen wird! Entsprechende Pläne gibt es bereits: Der Baubeginn ist für 2026 vorgesehen, die Eröffnung für 2029. Wahrscheinlich möchte man das hundertjährige Jubiläum seit der Eröffnung erreichen. Wir werden beobachten, wie sich das entwickelt.










Einen verkehrlichen Sinn, die Strecke exakt in ihrem ursprünglichen Zustand – für nur eine nicht ersetzte Station – wiederherzustellen, gibt es nicht. Allerdings ist offenbar eine Verlängerung geplant, unter anderem auf die andere Seite nach Hakenfelde (Spandau), wo ein deutlicher Mangel an leistungsfähigem schienengebundenem Verkehr besteht. Schauen wir also in etwa zehn Jahren, was dort letztlich gebaut und umgesetzt wird.





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